Das Apollo 1 Feuer

Amerikas erste Weltraum-Tragödie

Die Weltraumforschung mag leicht aussehen, wenn diese Raketen von der Startrampe donnern, aber all diese Kraft hat ihren Preis. Lange vor den Starts sind die Übungsstunden und das Astronautentraining. Während Starts immer ein gewisses Risiko darstellen, birgt das Bodentraining auch ein gewisses Risiko. Unfälle passieren, und im Fall der NASA haben die USA schon früh im Mondrennen eine Tragödie erlebt.

Während Astronauten und Piloten während des Flugtrainings schon lange ihr Leben riskierten, erschütterte der erste Astronautenverlust bei einem Trainingsunfall die Nation bis ins Mark. Der Verlust von Apollo 1 und seiner dreiköpfigen Besatzung am 27. Januar 1967 war eine deutliche Erinnerung an die Gefahren, denen Astronauten ausgesetzt sind, wenn sie lernen, im Weltraum zu arbeiten.

Die Tragödie von Apollo 1 ereignete sich, als die Besatzung von Apollo / Saturn 204 (wie sie bei Bodentests genannt wurde) für den ersten Apollo- Flug übte, der sie in den Weltraum befördern sollte. Apollo 1 wurde als eine erdumkreisende Mission geplant und sein Startdatum war für den 21. Februar 1967 geplant. Die Astronauten durchliefen ein Verfahren, das "Plug-out-Test" genannt wurde. Ihr Kommandomodul wurde genau wie beim tatsächlichen Start auf der Rakete Saturn 1B auf der Startrampe montiert. Es war jedoch nicht nötig, die Rakete zu tanken. Der Test war eine Simulation, bei der die Crew eine komplette Countdown-Sequenz von dem Moment an, in dem sie die Kapsel betraten, bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Start stattgefunden hätte, durchführte.

Es schien sehr einfach, kein Risiko für die Astronauten. Sie waren angezogen und bereit zu gehen.

In der Kapsel wurde die eigentliche Besatzung trainiert, die im Februar starten soll. Im Inneren befanden sich Virgil I. "Gus" Grissom (der zweite amerikanische Astronaut, der in den Weltraum fliegt), Edward H. White II (der erste amerikanische Astronaut, der im Weltraum "wandert") und Roger B.

Chaffee (ein "Rookie" Astronaut auf seiner ersten Weltraummission). Sie waren sehr gut ausgebildete Männer, die bereit waren, diese nächste Stufe ihrer Ausbildung für das Projekt zu absolvieren.

Zeitleiste der Tragödie

Gleich nach dem Mittagessen betrat die Crew die Kapsel, um den Test zu beginnen. Es gab von Anfang an kleine Probleme, und schließlich sorgte ein Kommunikationsfehler um 17:40 Uhr für eine Zurückhaltung

Um 18:31 Uhr rief eine Stimme (möglicherweise Roger Chaffee): "Feuer, ich rieche Feuer." Zwei Sekunden später kam Ed Whites Stimme über die Strecke: "Feuer im Cockpit". Die endgültige Sprachübertragung war sehr verstümmelt. "Sie kämpfen gegen ein schlechtes Feuer - lass uns raus. Öffne 'ähm" oder, "Wir haben ein schlechtes Feuer - lass uns raus. Wir verbrennen" oder "Ich melde ein schlechtes Feuer. Ich steige aus. «Die Übertragung endete mit einem Schmerzensschrei. Innerhalb weniger Sekunden waren die Astronauten zum Untergang verurteilt.

Die Flammen breiteten sich schnell in der Kabine aus. Diese letzte Übertragung endete 17 Sekunden nach dem Beginn des Feuers. Alle Telemetriedaten gingen kurz darauf verloren. Notfallhelfer wurden schnell zur Hilfe geschickt.

Eine Kaskade von Problemen

Versuche, zu den Astronauten zu gelangen, wurden durch eine Vielzahl von Problemen behindert. Zuerst wurde die Kapselluke mit Klammern verschlossen, die zum Freigeben umfangreiche Ratschen erforderten.

Unter den besten Umständen könnte es mindestens 90 Sekunden dauern, um sie zu öffnen. Da sich die Luke nach innen öffnete, musste Druck entlüftet werden, bevor sie geöffnet werden konnte. Es war fast fünf Minuten nach dem Beginn des Feuers, bevor Retter in die Kabine kommen konnten. Zu dieser Zeit hatte die sauerstoffreiche Atmosphäre, die in die Materialien der Kabine eingedrungen war, das Feuer sich schnell ausgebreitet.

Die Besatzung starb höchstwahrscheinlich innerhalb der ersten 30 Sekunden nach Einatmen von Rauch oder Verbrennungen. Wiederbelebungsmaßnahmen waren zwecklos.

Apollo 1 Nachwirkungen

Das gesamte Apollo- Programm wurde überwacht, während die Ermittler die Ursachen des Unfalls untersuchten. Obwohl ein bestimmter Zündpunkt für das Feuer nicht ermittelt werden konnte, machte der Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses das Feuer auf elektrische Lichtbögen zwischen den in der Kabine hängenden Kabeln verantwortlich.

Es wurde weiter durch eine Menge entflammbarer Materialien in der Kapsel und der mit Sauerstoff angereicherten Atmosphäre verschlimmert. Mit anderen Worten, es war ein Rezept für ein sich schnell bewegendes Feuer, aus dem die Astronauten nicht entkommen konnten.

Für zukünftige Missionen wurden die meisten Kabinenmaterialien durch selbstverlöschende Materialien ersetzt. Reiner Sauerstoff wurde beim Start durch ein Stickstoff-Sauerstoff-Gemisch ersetzt. Schließlich wurde die Luke neu gestaltet, um nach außen zu öffnen und konnte schnell entfernt werden.

Die Nachfolge-Mission Apollo / Saturn 204 erhielt offiziell den Namen "Apollo 1" zu Ehren von Grissom, White und Chaffee. Der erste Saturn V-Start (unbemannt) im November 1967 wurde als Apollo 4 bezeichnet (keine Missionen wurden jemals als Apollo 2 oder 3 bezeichnet).

Herausgegeben und aktualisiert von Carolyn Collins Petersen.